Energieeffizienz ist eine Kernfrage der Energiewende

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BWA Journal, 3/2011

Aus einem Interview mit dem Bundesumweltminister Dr. Röttgen

Der Bundesminister betont, daß die Energieeffizienz eine Kernfrage der Energiewende ist. So kalkuliert die Bundesregierung mit einer Stromverbrauchssenkung von 10% bis zum Jahre 2020. Ohne diese Effizienzsteigerung sei die Energiewende nicht zu schaffen bzw. würde bedeuten, daß rund 10 große Kraftwerksblöcke gebaut werden müssen oder daß mehr (Atom-) Strom aus dem europäischen Ausland importiert werden müßte. Daneben soll der Anteil erneuerbaren Energien von 20% auf 35% bis 2020 ausgebaut werden.
Die Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der Strompreise bleiben vage und damit ungewiß. Dr. Röttgen: „Klar ist: Die Energiewende ist nicht umsonst zu haben. Aber genauso klar ist: Sie wird nicht unbezahlbar.“

Weiterhin wird die Netzwerkstabilität wird von vielen Fachleuten aufgrund der Abschaltung von sieben Meilern und der größeren Schwankungen in Frage gestellt. Jedoch kommt die Bundesnetzagentur zu dem Schluß, daß es nicht nötig sein wird, ein Kernkraftwerk als Reserve für die beiden kommenden Winter bereitzuhalten. Dr. Röttgen: „Nach den sehr sorgfältigen Recherchen der Bundesnetzagentur ist ein “black out” in Deutschland selbst in Zeiten höchster Belastung auszuschließen.“

Zum Thema Förderung von Kohle- und Gaskraftwerken und Klimaziele: Dr. Röttgen: „Es bleibt ganz ausdrücklich dabei: Wir wollen bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent senken und dann wird es stufenweise weitergehen bis 2030 um 55 Prozent, bis 2040 um 70 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent. Maßstab ist in allen Fällen das Jahr 1990.“ Diese ambitionierten Ziele sollen zu einem wesentlichen Teil durch Investitionen in hocheffiziente und flexible Kraftwerke erreicht werden.

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