Archiv für die Kategorie ‘Management & Führung’

Lean & Green Efficiency Award 2013

Sonntag, 12. Mai 2013

Unter den zahlreichen Einsendungen werden nun die besten Unternehmen ausgewählt, die in der engeren Auswahl als Preisträger in Frage kommen und in den nächsten Wochen durch Expertenbesuche vor Ort bewertet werden. Alle Teilnehmer erhalten eine exklusive Auswertung ihrer Ergebnisse und einen Branchenvergleich, der wertvolle Hinweise über die Stärken und Potentiale des Unternehmens zum Thema “Ressourceneffizienz” gibt.

Alle Details zum Ablauf, den Fragebogen und ergänzende Hintergrundinformationen finden Sie HIER.

Die besten Produktionsstandorte werden jeweils in den Kategorien „Konzern/OEM“ und „Mittelstand“ branchenbezogen ausgezeichnet. Zusätzlich wird wieder der Sonderpreis der Jury für besondere Einzelleistungen vergeben. Die Verleihung des Awards  ist Teil des Ende Oktober stattfindenden Lean & Green Summits, dem Kongress für intelligentes Ressourcenmanagement.


Die Siegerunternehmen des Lean & Green Efficiency Awards 2012

Donnerstag, 08. November 2012

Lean & Green Efficiency Award Verleihung

Erstmals wurde der Lean & Green Efficiency Awards 2012 feierlich auf der Fachtagung „Heavy-Duty, On- und Off-Highway-Motoren 2012“ verliehen. In der Kategorie OEMs geht die Auszeichnung an Volkswagen Slovakia. Griwe Umformtechnik gewinnt in der Kategorie KMU. Einen Sonderpreis vergab die Jury an die Leichtmetallgießerei des Landshuter Komponentenwerks von BMW.

Im Rahmen der Fachtagung am 6. und 7. November 2012 in Nürnberg wurden die drei Siegerunternehmen ausgezeichnet. Während der festlichen Abendveranstaltung wurden die Preisträger geehrt und der Lean & Green Efficiency Award sowie die Urkunden überreicht. Alle drei Siegerunternehmen reisten mit einem bis zu 10-köpfigen Team an, das wesentlich zum gemeinsamen Erfolg beigetragen hat.

In seinem Vortrag fasste Marcel Hofer, Projektleiter des Lean & Green Efficiency Awards, die Erfolgsfaktoren der besten teilnehmenden Unternehmen zusammen. Die erfolgreichsten ressourcenschonenden Unternehmen zeigen deutliche Stärken in den Bereichen „Strategie“, „Managementsysteme“ und „Unternehmenskultur“ im Vergleich zu den Mitbewerbern. Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie hier. Für weitere Informationen zur Studie und zum Lean & Green Efficiency Award senden Sie uns bitte eine E-Mail.

Preisträger der Kategorie OEM/Konzerne: Volkswagen Slovakia

Volkswagen Slovakia

Quelle: Volkswagen AG

Umweltschutz und Energieeffizienz werden bei Volkswagen Slovakia mit hohem Engagement vorangetrieben. Erstaunlich ist die außergewöhnlich hohe Einführungsgeschwindigkeit der ressourcenschonenden Produktion („Think Blue Factory“)  zeitgleich mit der Verdoppelung der Stückzahlen innerhalb von 3 Jahren. Klare, ehrgeizige und langfristige Ziele (3,5 Prozent Einsparung pro Jahr jeweils für Energie, Wasser, Emissionen und Abfall) sowie ein ganzheitliches Produktionssystem sind dabei notwendige Voraussetzungen. Ressourcenschonung ist bei VW Slovakia aber nicht nur Chefsache. Die Ziele und Vorgehensweisen werden durch ein Patensystem in alle operativen Bereiche getragen. Der Lohn der Vielzahl von technischen aber auch organisatorischen Maßnahmen sind Spitzenwerte beispielweise im Energieverbrauch. Dieser reduzierte sich pro Fahrzeug um 28% innerhalb von 3 Jahren.

Albrecht Reimold, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Slovakia, zeigte sich in einer ersten Stellungnahme “mächtig stolz über die Auszeichnung mit dem Lean & Green Efficiency Award 2012. Der Preis macht deutlich, dass wir effizient und gleichzeitig ressourcenschonend mit Blick auf die Umwelt fertigen. Das ist unser Versprechen für eine nachhaltige Zukunft.”


Preisträger der Kategorie KMU: Griwe Umformtechnik
Griwe setzt als mittelständisches Unternehmen seit Jahren sein hoch entwickeltes Produktionssystem konsequent um. Ressourceneffizienz ist von Anfang an ganzheitlich berücksichtigt. Dabei setzt Griwe nicht nur auf eine  Vielzahl von innovativen technischen und organisatorischen Maßnahmen. Außergewöhnlich sind ein durchgängig gleiches Verständnis und eine hohe Unterstützung über alle Hierarchieebenen hinweg. Ein Zeichen dafür, dass sich auch die Unternehmenskultur aller Mitarbeiter geändert hat, zeigt sich beispielsweise im Pausenverhalten der Mitarbeiter. Unnötige Verbraucher inkl. Beleuchtung werden dann einfach abgeschaltet. Griwe hat aber auch Lieferanten und Dienstleister bei der Schaffung innovativer und umweltfreundlicher Lösungen miteinbezogen. Beispielsweise wurde gemeinsam mit einem Lieferanten die zentralisierte Stanzschrottverladung eingeführt. Dadurch konnten nicht nur die LKW Transporte um 35% deutlich reduziert, sondern auch der Steuerungsaufwand eliminiert werden.

Preisträger der Kategorie Sonderpreis: BMW Leichtmetallgießerei Landshut

Quelle: BMW AG

Quelle: BMW AG

Die Leichtmetallgießerei in Landshut von BWM erhält den Sonderpreis der Jury für ihre über Jahre außerordentlich hohe Innovationskraft, welche die Basis für eine deutlich umweltfreundlichere Produktion darstellt. Begründet ist diese in einem nachhaltigen Innovationskonzept, das durch ein hohes Maß unternehmerischer Verantwortung äußerst effizient und ohne die oft üblichen bürokratischen Hindernisse funktioniert. Auslöser für neue Konzepte sind dabei beispielsweise bessere Arbeitsbedingungen, Marktanforderungen und Nachhaltigkeit und nicht in erster Linie direkt Kosteneinsparungen. Das Resultat sind innovative Produktionsverfahren gepaart mit einem pragmatischen Lean Management System auf höchstem Niveau. So betreibt  das Werk beispielsweise die weltweit erste emissionsfreie Gießerei mit formgebenden Sandkernen. Mit diesem Fertigungsverfahren erzielt die Leichtmetallgießerei nach eigenen Angaben ca. 98% weniger Emissionen aus Verbrennungsrückständen. Die bislang zur Reinigung der Abluft notwendigen Anlagen konnten ebenso abgeschaltet werden und sorgen als Zusatzeffekt für eine deutliche Stromeinsparung.
Martin Schübel, der Leiter der Leichtmetallgießerei, ordnet den Preisgewinn wie folgt ein: „Die Auszeichnung belegt, dass die Kreativität der Mitarbeiter unser wichtigstes Potenzial ist. Mit ihren kreativen Ideen arbeiten wir schlank und wettbewerbsfähig und bringen gleichzeitig ein hohes Maß an Innovationen hervor.“

Für weitere Informationen zum Lean & Green Efficiency Award stehen wir Ihnen gerne per Email oder unter 08151-9093-0 zur Verfügung.


Die Lean & Green Studie: Wie die besten Unternehmen jährlich zweistellige Einsparungen der Ressourcenverbräuche erreichen

Mittwoch, 07. November 2012

licht

Im Rahmen des Lean & Green Efficiency Awards 2012 wurde deutlich, wie es die erfolgreichsten Fabriken schaffen Spitzenwerte bei der Ressourcenschonung zu erzielen und diese auch nachhaltig im Unternehmen verankern. Die klaren Unterschiede wurden in einer Studie systematisch untersucht und zusammengefasst.

Im Bereich „Strategie“ zeigte sich, dass Standorte mit einem hohem „Lean“ Reifegrad am schnellsten und erfolgreichsten in der Umsetzung von „Green“ Optimierungen waren. Grundlage war jedoch immer eine visionäre Strategie, die weit über Kosteneinsparungen hinausging. Entscheidend war das Verhalten des Top Managements. Stand dies ganz klar und glaubhaft hinter den Anstrengungen, so richteten sich auch die Mitarbeiter danach.

Die erfolgreichsten Unternehmen haben erkannt, dass ein Schlüssel zur Ressourcenschonung das Verhalten der Führungskräfte und damit der Mitarbeiter ist. Die besten Fabriken banden alle Mitarbeiter intensiv und auf kreative Weise für Verbesserungen bei Umwelt- und Energiethemen ein. Ebenso nutzen die  besten Unternehmen ihre hohe Innovationskraft zur Entwicklung und Umsetzung von selbstentwickelten technischen Lösungen, die in dieser Form nicht am Markt verfügbar sind.

Auch bei den Managementsystemen gab es deutliche Unterschiede. Zum Erfolg führten ehrgeizige, persönliche Ziele zur Ressourcenschonung auch für Linienverantwortliche aus der Produktion.. Obwohl fast alle Unternehmen an einer Erhöhung der Transparenz arbeiteten, beispielsweise beim Energieverbrauch, waren jedoch nur die besten Unternehmen in der Lage die vorhandenen Daten effizient zu nutzen. Ein deutlicher Unterschied lag auch darin, wie die KVP-/Lean-Organisationen mit den Umwelt- und Energiethemen umgingen. Bei den erfolgreichsten Fabriken waren Energie- und Umweltthemen Teil des Produktionssystems. Damit war auch Ressourceneffizienz ein Teil von Lean- bzw. KVP-Projekten. Es wurde nicht isoliert behandelt, z.B. durch  Energie- und Umweltbeauftragte, sondern als Teil des Wertstroms. Allerdings waren lediglich zwei Unternehmen soweit, dass sie Pilotprojekte zum Energiewertstrom gestartet hatten.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal war das tiefe Verständnis für die Optimierungsmöglichkeiten der eigenen Produktionsanlagen hinsichtlich Ressourceneffizienz. Die besten Fabriken stellten exakte und sehr anspruchsvolle Anforderungen an ihre Anlagenhersteller, die meist über deren bisherigen Möglichkeiten hinausgingen.

Lean Green Award_2012_Studie
Alle Faktoren gemeinsam ermöglichten es den besten Unternehmen, jährlich Einsparungen im zweistelligen Bereich bei den Ressourcenverbräuchen zu erreichen. Die weniger erfolgreichen Fabriken erzielten hingegen rund zehnmal geringere Einsparungen. Interessanterweise sehen dabei die bisher erfolgreichsten Unternehmen auch zukünftig noch die größten Einsparungspotentiale – und das, obwohl sie schon die höchsten Reduzierungen realisiert hatten. Es gibt also noch viel Raum für Verbesserungen. Bei allen Unternehmen.

Eine zusammenfassende Präsentation der Studie senden wir Ihnen gerne per Email zu.