Archiv für die Kategorie ‘Prozessoptimierung’

Der Energiewertstrom – die wirklichen Hebel finden

Montag, 13. August 2012

Wer sein volles Potential zur Steigerung der Energieeffizienz heben möchte, braucht Transparenz über den Energiefluss im Unternehmen -  und nicht nur über den Energieverbrauch der Anlagen.

Es geht darum, den Energieverbrauch aus Prozess-Sicht zu verstehen. Grundlage dazu ist der Produktionswertstrom für die Hauptprodukte, der mit Lean-Management Methoden erstellt wird. Dieser wird um das Thema Energie mit den Untergruppen Strom, Druckluft und Gas/Öl pro Prozessschritt erweitert. Damit wird beispielsweise ersichtlich, wie viel Strom (und umgerechnet auch CO2) jeder einzelne Produktionsprozess eines Produkts pro Stück verbraucht. Summiert ist damit auch eine Aussage möglich, wie viel Energie pro Produkt und Stück aufgewendet wurde. Diese hohe Transparenz macht klar, welche Prozesse die größten Hebel sind. Und es ist ein Novum für die allermeisten Firmen.

Der Energieverbrauch kann nun auf vielfältige Weise reduziert werden.

1. Reduzierung der Lean-Verschwendungen

Lean-Verschwendungen („Muda“) wirken sich direkt oder indirekt auf den Energieverbrauch aus. Diese kosten i.d.R. keine Investitionen.

2. Intelligente Verknüpfung von Anlagen/Verbrauchern

Dies kann z.B. wie die Synchronisierung einer Absauganlage mit dem Sägeprozess oder die effektive Nutzung von Abwärme sein. Aber auch das Spitzen- und Grundlastmanagement gehören hier dazu.

3. Reduzierung des Verbrauchs an einzelnen Verbrauchern

Optimale Betriebspunkte der Antriebe und Pumpen, Stand-By Optimierungen oder intelligentes An- und Herunterfahren sind nur einige Beispiele der vielfältigen Möglichkeiten.

Der Energiewertstrom ist ein ideales Werkzeug,  da er hilft die wahren Ursachen (Organisation, Prozess, Technologie) zu erkennen und auch als Werkzeug zur kontinuierlichen Verbesserung dient. Die Möglichkeiten von Maßnahmen ohne Investitionen werden meist unterschätzt. Dazu bedarf es aber einer ganzheitlichen Betrachtung der Abläufe und die Nutzung der Kreativität und des Engagements von Mitarbeitern und Führungskräften.


Kluge Maschinen helfen beim Stromsparen

Dienstag, 12. Januar 2010

industrie02

Unternehmen können Energie viel effizienter nutzen. Mit moderner Sensortechnik können sie ihre Produktion optimieren. Das spart Geld und schont die Umwelt. Wie High-Tech-Maschinen dabei helfen, das Potential von teuren Rohstoffen voll auszuschöpfen

Bei der Bitumen-Herstellung dürfen die Produktionslinien auch dann nicht auskühlen, wenn die Brennstoffversorgung ausfällt. Der Neustart einer Anlage kostet viel Zeit und Energie. BP Bitumen aktiviert daher im Notfall ein Backup-System. Die Tochter der Deutschen BP setzt dabei drahtlos arbeitende Drucksensoren ein. Sie helfen auch, im Normalbetrieb die Brennstoffversorgung zu optimieren. Das Resultat: Teure Produktionsausfälle kommen seltener vor, der Energieverbrauch sinkt spürbar – um rund 13 Prozent. Weiterlesen »


Handeln statt verhandeln

Montag, 14. Dezember 2009

 strassen01

von Jörn Niewiadomsky

Während in Kopenhagen noch debattiert wird, konnte die Lean and Green Initiative im letzten Quartal Unternehmen dabei unterstützen, ihre Kosten zu senken und dadurch die Umwelt schon jetzt zu entlasten.

Innovative Ideen zur Kostenreduzierung  und die Optimierung der Energieeffizienz haben mehrere Unternehmen im letzten Quartal in Anspruch genommen  und unter anderem als wichtigen Bestandteil zur Verbesserung ihres Wettbewerbsvorteils bezeichnet. Operative Prozesse anhand der Energiekosten zu verschlanken hilft nicht nur der Umwelt, sondern liefert einen klaren Wettbewerbsvorteil im Kostenmanagement.