
Der Spiegel, 08.11.2010
Stromsperren für klimaschädliche Fabriken in China erweisen sich offenbar als Bumerang: Weil die betroffenen Werke häufig auf Dieselgeneratoren umsteigen, wird an vielen Tankstellen des Landes der Sprit knapp.
Peking – Im Süden Chinas mussten mehr als 2000 Tankstellen schließen, weil sie keinen Diesel mehr haben. Das berichtete die staatliche Tageszeitung “China Daily” am Montag unter Berufung auf zuständige Behörden. Der Grund für den Spritmangel sind dem Bericht zufolge Stromsperren für klimaschädliche Fabriken, denn viele der betroffenen Werke sichern ihre Energieversorgung nun über Dieselgeneratoren – und verschärften damit die ohnehin angespannte Lage auf dem Treibstoffmarkt.
An vielen Zapfsäulen bildeten sich dem Bericht zufolge lange Schlangen von Lastwagen. Tankstellenbetreiber begrenzten oft die Dieselmenge pro Fahrer. Die Preise für Diesel seien vielerorts gestiegen, hieß es.
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