Endspurt beim Lean & Green Efficiency Award 2012

23. April 2012

Nehmen auch Sie am Lean & Green Efficiency Award teil – die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 4. Mai!

Bisher sind etliche Fragebögen bei uns eingegangen. Darunter sind namhafte Automobilzulieferer und OEMs vertreten. Aber auch mittelständische Unternehmen haben bereits teilgenommen, die sich hinter den „Großen“ nicht verstecken müssen. Insgesamt kann man vorab schon erkennen, dass wir uns auf sehr gute Beispiele zum Thema Ressourceneffizienz freuen können.

Alle teilnehmenden Unternehmen werden anhand klarer und ganzheitlicher Kriterien bewertet. Bei der Auswertung beschränken wir uns nicht nur auf die messbaren Ergebnisse, sondern beziehen das Managementsystem, die Unternehmenskultur wie auch das Geschäftsmodell in die Bewertung mit ein. Besonderen Wert legen wir darauf, alle Angaben der Finalisten bei vor Ort Besuchen zu validieren, dazu die Hintergründe zu verstehen und das Unternehmen im Gesamtkontext zu bewerten. Sämtliche Daten der Teilnehmer werden absolut vertraulich behandelt und sind nur für das Kernteam in der der Auswertungsphase einsehbar.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Sollten Sie noch Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne unter +49 8151 9093-14 oder award@lean-and-green.de zur Verfügung.


Der Energiewertstrom – die wirklichen Hebel finden

13. März 2012

Wer sein volles Potential zur Steigerung der Energieeffizienz heben möchte, braucht Transparenz über den Energiefluss im Unternehmen -  und nicht nur über den Energieverbrauch der Anlagen.

Es geht darum, den Energieverbrauch aus Prozess-Sicht zu verstehen. Grundlage dazu ist der Produktionswertstrom für die Hauptprodukte, der mit Lean-Management Methoden erstellt wird. Dieser wird um das Thema Energie mit den Untergruppen Strom, Druckluft und Gas/Öl pro Prozessschritt erweitert. Damit wird beispielsweise ersichtlich, wie viel Strom (und umgerechnet auch CO2) jeder einzelne Produktionsprozess eines Produkts pro Stück verbraucht. Summiert ist damit auch eine Aussage möglich, wie viel Energie pro Produkt und Stück aufwendet wurde. Diese hohe Transparenz macht klar, welche Prozesse die größten Hebel sind. Und es ist ein Novum für die allermeisten Firmen.

Der Energieverbrauch kann nun auf vielfältige Weise reduziert werden.

1. Reduzierung der Lean-Verschwendungen

Lean-Verschwendungen („Muda“) wirken sich direkt oder indirekt auf den Energieverbrauch aus. Diese kosten i.d.R. keine Investitionen.

2. Intelligente Verknüpfung von Anlagen/Verbrauchern

Dies kann z.B. wie die Synchronisierung einer Absauganlage mit dem Sägeprozess oder die effektive Nutzung von Abwärme sein. Aber auch das Spitzen- und Grundlastmanagement gehören hier dazu.

3. Reduzierung des Verbrauchs an einzelnen Verbrauchern

Optimale Betriebspunkte der Antriebe und Pumpen, Stand-By Optimierungen oder intelligentes An- und Herunterfahren sind nur einige Beispiele der vielfältigen Möglichkeiten.

Der Energiewertstrom ist ein ideales Werkzeug,  da er hilft die wahren Ursachen (Organisation, Prozess, Technologie) zu erkennen und auch als Werkzeug zur kontinuierlichen Verbesserung dient. Die Möglichkeiten von Maßnahmen ohne Investitionen werden meist unterschätzt. Dazu bedarf es aber einer ganzheitlichen Betrachtung der Abläufe und die Nutzung der Kreativität und des Engagements von Mitarbeitern und Führungskräften.


Weitere Preissteigerung von 30% bei Rohöl erwartet

25. Februar 2012

industrie04

Der Preisanstieg für Rohöl für die nächsten 12 Monate wird auf 30% geschätzt. Bis zum Jahr 2016 sind 200US$ pro Barrel realistisch. Parallel sind hohe Schwankungen zu erwarten.

Dies ist die Schlussfolgerungen von www.peak-oil.com. Hintergrund ist die sich immer mehr durchsetzenden Tatsache, daß unser mögliches Ölfördervolumen nicht mehr lange die Nachfrage vollständig decken kann. Die Folge ist eine Verknappung des Ölangebots. Weil der Bedarf- vor allem in Asien – rasant steigt, droht zwangsläufig ein extremer Anstieg des Ölpreises. Dabei ist es gar nicht entscheidend, ob dieser „Peak-Oil“ heute oder in 3 Jahren passiert. Klar ist, daß dies Realität wird und wir alle noch wesentlich stärker als heute davon betroffen sein werden.

Die Folgen sind weitere Steigerungen in Stromkosten, Transportkosten, Inflation, Lohnkosten und  Materialpreise. Damit steigen die Herstellkosten insgesamt erheblich mit Folgen für Gewinne und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Jammern hilft bekanntlich aber nicht. Was können wir aber mehr tun als bisher?

Folgende Handlungsoptionen haben wir:

  1. Energieverbrauch senken
  2. Energie selbst produzieren
  3. Energie günstiger einkaufen und Verträge optimieren

Die eigene Energieproduktion bedarf zunächst hoher Investitionen. Und bessere Vertragskonditionen sind immer schwerer zu erhalten und kein dauerhafter Schutz vor den Kostensteigerungen.

Das größte Potential steckt hier im Energieverbrauch. Die Kunst ist allerdings, das gesamte Einsparpotential wirklich zu erkennen. Nur dann wird dies auch ein Topthema für das Management und damit eine Chance für das Unternehmen.